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Griechische Ikonen mit der Darstellung der Christi Geburt, im Griechischen die Gennesis genannt (Η Γεννεσης), sind für mich eine der schönsten, lebendigsten Ikonen überhaupt. Ein massiger Berg, der eine dunkle Höhle umschließt, darin ein steinerner Trog mit den klitzekleinen Jesuskind. Ochs und Esel wärmen es mit ihrem Atem. Seine Mutter, die Gottesmutter liegt auf einem roten Lager davor. Die drei Könige, Verzeihung - im orthodoxen sind es die drei Weisen - reiten von ferne herbei und zeigen sich gegenseitig den Himmelsstrahl, der von dem Stern ausgeht und ihnen den Weg weisen wird. Eine Engelschar betet den heiligen Ort an; ein anderer Engel verkündet einem Schäfer das freudige Ereignis. Nur der heilige Joseph sitzt in sich gekehrt und sinnierend auf einem Fels ein Stückchen weiter entfernt; er kann die unversehrte Geburt nicht so recht begreifen. Eine vorbeikommende Gestalt in einem Fellmantel gehüllt, scheint seine Zweifel nähren zu wollen. Manche deuten diese als den Teufel, der die Zweifel Josephs nähren will, andere sehen in der Figur den Propheten Jesaja (Mt 1,20-23), der da gesagt hat: "Siehe, die Jungfrau wird schwanger und gebiert einen Sohn, und man wird Ihn Emmanuel (Gott mit uns) nennen." (Jes 7,14) und damit Joseph in seinem gemeinsamen Weg mit Maria bestärkt hat.
Im Hintergrund spielt ein Hirtenjunge auf einer Flöte, während seine Schafe - ein schwarzes ist auch dabei - friedlich grasen oder am Fluss ihren Durst löschen. Gräser und ein Baum runden diese Geburtsszene ab. Das sind die wesentlichen Elemente auf diesen byzantinischen und griechischen Festtagsikonen.
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