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Heiliger Thomas - Apostel und Jünger Jesu

Ikone Sankt Thomas, Kirsten VoßDiese schöne Ikone des Heiligen Thomas, Sankt Thomas oder Agios Thomas ist eine originalgetreue Abschrift des Heiligen von einer Ikone aus dem 15. Jahrhundert.
Sie zählt zu den Nowgorod-Ikonen und stammt aus der Sammlung des Herrn N. Lichatschow.

Seit langer Zeit schon befindet sich dieses schöne Abbild des Apostels Thomas im Russischen Museum in Leningrad (von 1914 bis 1924 Petrograd genannt), also im heutigen Sankt Petersburg. 1967 reiste sie für eine Ikonenausstellung nach Berlin, und 1971/72 konnte man die russische Ikone wieder im damaligen Leningrad bewundern. 1991 wurde Leningrad schließlich in Stankt Petersburg umbenannt und ist heute die zweigrößte Stadt in der Russischen Föderation. Namen wandeln sich, Ikonen nicht. Ihr Sinn und Zweck ist die Ur-Verbundenheit zur immer währenden geistigen WelKopf des Heiligen Thomast herzustellen.

Die hier vorgestellte Ikone ist 20x28 cm groß, auf heimischer Nadelholztafel gefertigt, welche mit über 30 Kreideschichten grundiert wurde, damit das verwendete Blattgold für die Polimentvergoldung so richtig zum Glänzen kommt. Im Gegensatz dazu wurde der Heiligenschein in Blattgold-Ölvergoldung gehalten. So kommt es, dass sich der Heiligenschein mit mattem Gold vor der spiegelnden Fläche abhebt und damit der Ikone ihren zusätzlichen Reiz verleiht.

Apostel Thomas, Detail vom GewandDer russischen Malerei ist ihre besondere Transparenz der Farben sehr eigen. Und daher kommt es, dass die so genannten drei Lichter, also die Aufhellungen auf dem Gewand, mit deckendem Auftrag ganz eigene Farbenspiele ergeben, welche einzigartig sind, und auf jeder neuen Abschrift etwas anders ausfallen würden.

Apostel Thomas, Detail vom Kopf
Im Dezember 1945 wurde in Nag Hammadi ein sehr altes Evangelium gefunden, das diesem Heiligen Thomas zugeschrieben wurde. Die in Tonkrügen verwahrten Schriftrollen werden um die Zeit 350 datiert, verfasst jedoch schon vorwiegend im 1. und 2. Jahrhundert, d.h. es handelt sich hierbei um Abschriften aus damaliger Zeit.

Thomas - Hand und Buch klDie 114 Logoi (griechisch: Wörter), auch Herrenworte genannt, sind etwa zur Hälfte auch bei den Synoptikern Mathäus, Markus und Lukas zu finden. Sie beginnen zumeist mit der Einleitung “Jesus sagte”.
Inhaltlich bestärken diese Worte eindringliche Botschaften: Löst euch vom materiellen Schein! “Wer die Welt erkannt hat, hat einen Leichnam gefunden.” (Logion Nr. 56)
und: Erkenne dich selbst! “Aber das Königreich ist innerhalb von euch und außerhalb von euch. Wenn ihr euch erkennt, so werdet ihr erkannt werden.” (Logion Nr.3)”
Damit bestärken diese Worte Aussagen zur Möglichkeit einer direkten Gottesbeziehung durch Selbst-Erkenntnis.

Ikonen können auch einen geeigneten Raum für Selbsterkenntnis schaffen und unterstützend wirken in Zwiesprache mit sich selbst oder im Herzens-Dialog mit Gott.

 

 

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